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„Das Wunder von Bern“ - Neuer Film von Sönke Wortmann soll Dialog zwischen den Generationen fördern

Premiere auf dem internationalen Filmfestival in Locarno

LOCARNO – Am 11. August 2003 fand auf dem 56. internationalen Filmfestival in Locarno die erste öffentliche Aufführung von Sönke Wortmanns neuem Film „Das Wunder von Bern“ statt.

Regisseur Wortmann, Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Dialog der Generationen, erzählt vor dem Hintergrund des legendären Endspiels der Fußballweltmeisterschaft von 1954 in Bern die Geschichte des Essener Jungen Matthias Lubanski (Louis Klamroth). Matthias, dessen Vater sich seit Ende des Krieges in russischer Gefangenschaft befindet, ist ein großer Verehrer des Fußball-Clubs Rot-Weiß Essen und „Taschenträger“ des Essener Stürmer-Stars Helmut Rahn (Sascha Göpel), der den kleinen Matthias als sein Maskottchen betrachtet. „Die wichtigsten Tore schieße ich nur, wenn du dabei bist“, hat der „Boss“, wie der ebenso lebenslustige wie torgefährliche Draufgänger von allen genannt wird, einmal zu Matthias gesagt. Helmut Rahn ist nicht nur Matthias‘ Idol, er ist längst sein Ersatzvater geworden. Seinen leiblichen Papa hat Matthias noch nie gesehen. Als dieser aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, entwickeln sich zahlreiche Konflikte innerhalb der Familie. Richard Lubanski (Peter Lohmeyer) kommt nach seiner Heimkehr einfach nicht mehr zurecht, er bleibt verschlossen und aggressiv.
Zur gleichen Zeit findet die Fußballweltmeisterschaft in Bern statt, die deutsche Mannschaft erreicht überraschend das Finale. Als Matthias nun unbedingt nach Bern fahren will, um Rahn Glück zu bringen, hat der Vater kein Verständnis für die Träume seines Sohnes. Erst im letzten Moment besinnt sich Richard und reist mit seinem Sohn auf abenteuerliche Weise zum Endspiel nach Bern. Das Wunder von Bern wird zu einer wunderbaren Freundschaft zwischen Vater und Sohn.

Sönke Wortmann, selbst bis zum 20. Lebensjahr aktiver Fußballer, betrachtet das Endspiel von 1954 als wichtiges Ereignis in der deutschen Nachkriegsgeschichte, das den Deutschen wieder neuen Lebensmut und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit gegeben habe. Für noch wichtiger als das Fußballereignis hält Wortmannn jedoch das Thema des Konflikts zwischen den Generationen, das er in seinem Film aufgreift: „Auch ich habe, wie viele meiner Altersgenossen, meinen Vater für den zweiten Weltkrieg persönlich verantwortlich gemacht. Heute weiß ich, wie unsinnig das war. Ich hoffe, dass der Film dazu beiträgt, den Dialog zwischen den Generationen zu fördern."

Ab dem 16. Oktober ist das „Das Wunder von Bern“ auch in den deutschen Kinos zu sehen.

 

 

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