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Erster Deutscher Generationenkongress unter der Schirmherrschaft der Stiftung Dialog der Generationen

Auftaktveranstaltung des Forums der Generationen ein großer Erfolg

BAD TÖLZ – Unter der Schirmherrschaft der Stiftung Dialog der Generationen fand am 18. und 19. Juli 2003 der erste deutsche Generationenkongress im Bad Tölzer Flint-Center statt. Über 160 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik konferierten über die Zukunft des Alters in Deutschland. Die beiden Themen ‘Marketing für reife Märkte’ und ‘Alternde Belegschaften’ standen dabei im Vordergrund.

Die Kaufentscheidung 50Plus wird über die Weiterexistenz vieler Unternehmen entscheiden, postulierte Andreas Reidl, Mitveranstalter und Geschäftsführer der Agentur für Generationenmarketing. Die wirklichen Bedürnisse dieser Zielgruppe seien jedoch kaum erforscht. Nur eines sei klar: Das Stereotyp des traditionsorientierten, innovationsfeindlichen Stubenhockers ist überholt, die herkömmliche Trennung der Zielgruppen nach Lebensjahren macht keinen Sinn, wie auch Ulrich Clef, Präsident des Marketing-Clubs München unterstrich, indem er dem 30-jährigen häuslichen Schlagerfan den 55-jährigen Discotheken-Besucher gegenüberstellte.

Dennoch werden ältere Menschen in der Werbung immer noch ignoriert, karikiert und klischeehaft dargestellt, kritisierte Michael Hundt, Geschäftsführer von Grey Worldwide Düsseldorf. Er stellte dieser Praxis das Bild des erlebnisorientierten, vermögenden Master Consumers gegenüber, der zunehmend in den Focus der Konzerne rückt, die verstanden haben, dass nicht viele Porsche-Käufer 20 Jahre alt sind. Diesen Beginn einer Trendwende, wie sie die Werbekampagnen von Eon, Ikea, Mercedes, Vodafone, Boss oder AOL belegen, machen sich bereits einige innovative Dienstleister erfolgreich zunutze, wie das Beispiel von Christa Höhs, Gründerin der Agentur für Senior Models, zeigt.

Auch in den Personalabteilungen wandelt sich der Trend vom Jugendwahn zur Angst vor Know How-Verlust. Alle anwesenden Personalexperten erwarten für die nächsten Jahre einen akuten Fachkräftemangel, der sich durch die Frühpensionierungen der letzten Jahre weiter verschärfen wird und nur durch die fortgesetzte Beschäftigung Älterer behoben werden kann.

So ist die Beschäftigung von über 50-Jährigen auf Basis eines relativ geringen Beschäftigungsanteils dieser Altersgruppen (19%) seit 1993 deutlich gestiegen und wäre noch höher ausgefallen, wenn konjunkturelle Gründe, Vorurteile gegenüber der Beschäftigung Älterer und der massive Eintritt in den vorzeitigen Ruhestand dieser Entwicklung nicht entgegengewirkt hätten, erläuterte Wolfgang Breunig, Präsident des Landesarbeitsamtes Bayern.

Referenten von Lufthansa, Voest Alpine, den Münchner Stadtwerken und Daimler Chrysler skizzierten die Wege, die sie eingeschlagen haben, um ihre Mitarbeiter möglichst lange fit, gesund und motiviert zu erhalten.

Zusammenfassend appellierte Hon. Prof. Thomas Druyen, Kuratoriumspräsident der Stiftung Dialog der Generationen, an die Politik, sich für eine Kultur der Generationengerechtigkeit einzusetzen, die weder dem Jugendwahn, noch der Verklärung des Alters verfallen ist und das Wertschöpfungspotential der wachstumsstärksten Bevölkerungsgruppe der über 50-Jährigen zu nutzen weiss.

Der Generationen-Kongress 2003 ist der Auftakt eines umfangreichen Veranstaltungsprogramms des Forums der Generationen in Bad Tölz, das die Generationen-Thematik aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten wird.

Dem Forum, dessen branchenübergreifendes Konzept Peter Endres, Mitveranstalter und Geschäftsführer der GTZ GmbH & Co. KG eingangs vorgestellt hatte und das im Dezember 2003 seinen Betrieb aufnehmen wird, sagte der oberbayerische Regierungspräsident Werner-Hans Böhm als “innovativstem Businesspark Europas” eine große Zukunft voraus.

 

 

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